Kirchgemeinde St. Marien

Evangelisch-Lutherisch | Gera-Untermhaus

Die Kirche in Thieschitz

Losung für Montag, 22. Oktober 2018:
Wir warten auf dich, HERR, auch auf dem Wege deiner Gerichte.
Jesaja 26,8
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Evangelisch
Lutherische
Kirchgemeinde
Gera-Untermhaus
St. Marien

„Hündin!“ – So fährt Jesus die Fremde an. Es ist eine Frau aus Syrien. Sicher, er ist genervt. Seit gestern umringen ihn die Leute. Sie hören nicht auf das, was er sagt. Sie wollen ihn nur als Heilpraktiker. Sie lassen ihn nicht allein, obwohl er sich zurückziehen will. Da verliert auch er die Geduld. Sowieso ist Geduld nicht unbedingt seine Stärke. Aber dann antwortet die Syrophönizierin ihm schlagfertig. Er hält ein, lacht und dann beginnt ein Gespräch, und er öffnet sich für die Frau und ihr Anliegen. - Darin ist Jesus ein Beispiel. Er bleibt offen. Auch er hat diese Momente, in denen er hinter sich selbst zurück fällt. Aber er verrennt sich nicht in seinen Positionen. Er kann sich revidieren. Und immer wieder erzählt er Geschichten, in denen Fremde unerwartet reagieren und manchmal besser handeln als die Angehörigen seines Volkes. Auch im Alten Testament gibt es erstaunliche Geschichten von Fremden. Die Simson-Legende warnt vor der Verführungskraft fremder Frauen. In der Fremde verweigert Israel jede Integration und besinnt sich stattdessen neu auf seinen Gott, und über allem steht die Mahnung: „Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland!“ (Dt 10, 19) - Seien Sie willkommen zu unseren sommerlichen Gottesdiensten! In diesem Jahr lassen wir anhand der Geschichten der Bibel die verschiedenen Aspekte der Fremdheit Revue passieren. Immer geht es auch um Politik, um Flüchtlingsfragen, Eheregelungen für Migranten, Familiennachzug und die Haltung gegenüber Minderheiten, z.B. Menschen mit Behinderungen. Wir haben zu dieser Sommerkirche erstmals Gäste eingeladen, die aus ihrer Lebensgeschichte erzählen und die Themen der Gottesdienste konkretisieren. Sie hören jedes Mal ausgesuchte Musik zum Thema. Und anschließend steht ein kleiner Imbiss bereit. Wir wünschen uns dabei Gespräche über die Themen der Gottesdienste. Und noch ein Angebot für die Hinreise: Wie in den letzten Jahren starten wir um 16 Uhr am Portal der Marienkirche und radeln an der Elster entlang nach Thieschitz. Hier können Sie das Programm-Faltblatt aufklappen.


27. Mai, Trinitatis, 17 Uhr - Auftakt der Sommerkirche mit Ausstellungseröffnung „Portraits“ von Annika Hinzke-Walczyk

Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig (2. Kor 12, 9) oder wie Krankheit und Behinderung fremd machen können und was daraus entstehen kann . Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann; Gast: Annika Hinzke-Walczyk; Musik: Guntram Kohle/Ina Mohn-Engel (Klarinette/Orgel).

Unsere Sommerkirchen-Saison beginnt wieder. Diesmal mit dem Thema 'Fremde der Bibel'. Zehn Geschichten und Sätze, die mit Fremdheit zu tun haben. Auch Jesus zum Beispiel behandelt manchmal Fremde schlecht; dann erzählt er wieder von Angehörigen anderer Völker oder missachteter Volksgruppen, die anders reagieren, als man glaubt und die Einheimischen in ein schlechtes Licht setzen. Im Alten Testament gibt es eine ausgesprochene Fremdenfreundlichkeit, denn die Israeliten sollen sich daran erinnern, dass auch Sie Fremdlinge gewesen sind in Ägyptenland. Deswegen sollen sie die Sklaven anderer Völker in ihrer Mitte gut behandeln. Diese sollen sich sogar am Sabbatt ausruhen. Und nicht zuletzt sollen Chrsten in der Welt leben, als seien sie Fremde. Mit anderen Werten und Verhaltensweise als die 'natürlichen Menschen'. Mit diesem Gedanken beginnen wir auch. "Gott ist in den Schwachen mächtig!", behauptet Paulus, und wir eröffnen dazu eine Ausstellung mit Portraits behinderter Menschen, die Annika Hinzke-Walczyk gestaltet hat. Guntram Kohle spielt einige Klarinettensoli dazu, und es gibt nach dem Gottesdienst wieder einen entspannten Imbiss.

10. Juni, 2. nach Trinitatis, 15 Uhr - Sommerkirchen-Fest der Gemeinde

Die syrophönizische Frau (Mk 7, 24-30) oder wie Jesus einmal eine Fremde „Hündin“ nannte und sich doch mit ihr anfreundete. Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann; Gast: Hayit Hawala, Fitnesstrainerin aus Syrien;,Musik: Annegret und Andreas Knoop/Ina Mohn-Engel (Geige, Flöte/Orgel).

"Hündchen!" - Dieses Wort bleibt ihr im Ohr. Eigentlich hatte Jesus einen etwas umwegigeren Satz gesagt: "Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hündchen hinzuwerfen." Aber sie versteht sofort und vor allem, dass das Hündchen auf sie gemünzt ist. Er hatte viele geheilt. Mit ihrer Tochter hatte er das nicht vor. Er sei nur für die Juden da. Ein genervter jüdischer Mann, der die Ausländerin verscheuchen will, weil sie etwas von ihm will, das ihr nicht zusteht. Aber die syrische Frau antwortet schlagfertig. Jesus lacht vielleicht. So kommen die beiden ins Gespräch, und das Wunder geschieht doch. Jesus in einer ungewohnten Rolle: Der ungeduldige Mann. Der Ausländerfeind. Wie geht das zusammen mit der Glaubensaussage der Christen: Jesus ist der wahre Mensch! Das erfahren Sie bei unserer Sommerkirche "Fremde der Bibel" am Nachmittag des 10. Juni 2018 in Thieschitz. Um 15 Uhr beginnt der Gottesdienst. Sie hören wunderbare Musik von Andreas Knoop und Ina-Mohn-Engel. Die Erste Flötist der Philharmonie Thueringen musiziert mit unserer Kantorin (Orgel). Außerdem haben wir eine syrische Frau eingeladen, die ihre Geschichte erzählt und kurz auf die Bibelstelle mit der Syrophönizierin (Mt 15 21-28) reagiert. Sie heißt Hayit Hawala, lebt in Gera und ist Fitnesstrainerin. Anschließend feiern wir unser Gemeindefest. Bringen Sie Kuchen mit oder feiern Sie einfach mit!

24. Juni, 4.nach Trinitatis, 17 Uhr

Wir haben hier keine bleibende Statt (Hebr 13, 14) oder wie der Glaube fremd macht. Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann; Gast: Nikolaus Huhn (Energieberater und Aktionskünstler aus Schlöben); Musik: Dorothea Franke/Ina Mohn-Engel (Gesang/Orgel). Hier finden Sie die Gastrede von Nikolaus Huhn.

Der Glaube macht fremd? -Gehört die Religion nicht zu den Dingen, die so etwas wie 'Heimat'erzeugen? Die Kirche im Dorf. Oder sogar das Christliche Abendland? Als das Christentum neu war und die Welt sich alt fühlte, erlebten sich die jungen Gemeinden als Gäste auf Erden. Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Unsere Bürgerrechte sind nicht in Rom, sondern im Himmel! Paul Gerhardt singt kurz nach dem dreißigjährigen Konfessionskrieg: "Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier keinen Stand. Der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland." Warum haben wir heutige Christen uns an die Welt gewöhnt und fühlen uns hier zu Hause? - Das ist das Thema unserer dritten Sommerkirche. Als Gast haben wir Nikolaus Huhn eingeladen, der als Tischler, Aktionskünstler und Energieberater immer mal ganz andere Dinge tut als normal. Er schweigt mit einer Gruppe von Menschen im Steinbruch oder fährt mit dem Ohrenwagen umher, um den Menschen zuzuhören. Dorothea Franke wird singen und unsere Kantorin Ina Mohn-Engel wird sie begleiten. Wir bieten Ihnen nach der Kirche einen kleinen Imbiss und Gelegenheit zum Gespräch!


8. Juli, 6. nach Trinitatis, 17 Uhr

Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch Fremdlin gewesen in Ägyptenland (Dt 10, 19) oder wie wir mit unseren Erinnerungen

umgehen. Liturgie und Predigt: Pastor Stefan Taubmann; Gast: Ida Keller-Taubmann erzählt die Vertreibungsgeschichte ihrer Familie; Musik: Hamid Mohamed spielt die kurdische Laute (Bağlama).

Es wird den Israeliten eingeschärft. Zahllose Stellen der Bibel fordern: "Du sollst den Fremdling in deinen Reihen nicht bedrücken!" Dabei wäre es so praktisch am Sabbat, wenn man ruhen muss, die Fremdvölker für sich arbeiten zu lassen. Aber nichts da: Ar huch der Sklave soll ruhen am Sabbat. Und warum ist das so wichtig?.Weil die Israelieten selbst Fremdlinge gewesen sind. Die Erinnerung an das eigene Schicksal soll das Volk dazu bringen, Fremde mit Respekt zu behandeln. Am Sabbat-Abend erinnert sich jede Familie an die Fremdlingsschaft ihres Volkes. Wie sieht das heute aus? Wir haben eine Familie eingeladen, die diese Sommerkirche macht, weil sie selbst Erinnerungen an eine Vertreibung hat. Ida Keller-Taubmann erzählt

Geschichten aus der Irrfahrt und erzwungenen Wanderschaft ihrer Familie, ihr Mann Pastor Stefan Taubmann spricht über die Erinnerungspraxis Israels und den daraus entstehenden Umgang mit Fremden im eigenen Volk. Hamid Mohamed spielt die kurdische Laute (Bağlama), Stefan Schluricke (Magdeburg) die Orgel.. Als Imbiss reichen wir nach der Kirche russische Spezialitäten.

22. Juli, 8. nach Trinitatis, 17 Uhr

Der barmherzige Samariter (Lk 10, 25-37) oder wie Menschen aus dem Süden uns manchmal verblüffen. Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann; Gäste: Simon Schmiedel (Leiter des ASB-Seniorenpflegeheims „Landgut Rubitz“) und ein Rettungssanitäter aus einem der Notarzteinsatzfahrzeuge des Arbeiter-Samariter-BundesMusik: Ahmad Mohamed spielt die kurdische Langhalslaute (Saz).

722 vor Christus nahmen die Assyrer die Stadt Samaria ein. Sie siedelten im ganzen Gebiet Samarien Fremdvölker an. Seitdem waren die sogenannten Samariter in Israel nicht gut angesehen. Zwar hatten sich die Fremdvölker gut integriert - das war nicht das Problem -, jedoch galten nun alle Samariter als irgendwie fremde und nicht vertrauensvolle Südländer; Jerusalem aber lag nördlich von Samarien. - Jesus liebte es, Geschichten zu erzählen, in denen ein Samariter vorkam. Und ständig verhielten die sich so, wie ein anständiger Jude es nie für möglich gehalten hätte. In der Geschichte vom barmherzigen Samariter z.B. helfen zwei Männer Gottes nicht, aber der nur von seinem Esel begleitete Südländer bringt den Mann, der unter die Räuber gefallen war, in eine Herberge und zahlt sogar für ihn. Diese Geschichte steht in der Mitte unserer nächsten Sommerkirche. Gäste sind Simon Schmiedel, der ein Pflegeheim des Arbeiter-Samariter-Bundes leitet (Landgut Rubitz) und Christian Grünberg, der einen Rettungssanitäterwagen fährt und quasi ein professioneller Samariter ist. Ahmad Mohamed wird die kurdsche Langhalslaute spielen, und es gibt Öl und Wein. Herzlich willkommen!

5. August, 10. nach Trinitatis, 17 Uhr

Simson und die fremden Frauen (Ri 31, 1- 14. 3) oder warum das Fremde anziehend und furchteinflößend zugleich ist Liturgie und Predigt: Lektor Dr. Friedrich Franke (Familienrichter aus Gera); Gast: Asante Vuai (Tansania); Musik: Stephanie Malsch/Ina Mohn- Engel (Violincello/Orgel).

"Speise ging aus vom Fresser und Süßigkeit vom Starken." (Richter 14, 14) - Dieses Rätsel stellt der jüdische Held Simson den Philistern, und sie können es nicht erraten. Allerdings überreden sie eine Frau, die er begehrt, ihnen die Lösung zu verschaffen. Das Motiv des erotischen Verrats zieht sich durch die ganze Geschichte Simsons: "Lass dich nicht mit fremden Frauen ein!" Das Richterbuch schärft den Israeliten die wichtige Grundregel ein: "Vermischt euch nicht mit fremden Völkern!" Die Liebesgeschichte von Simson und Delila ist der weltberühmte Höhepunkt dieser Parabeln-Erzählungen.

Wir haben einen Richter gebeten, uns diese Geschichte auszulegen. Dr. Friedrich Franke versteht die Nächsten- und Feindesliebe als Überwindung der Angst vor den Fremden. Und er wird Asante Vuai aus Tansania interviewen, der sich einst in eine 'fremde Frau' verliebte und ihr nach Deutschland folgte. Stephanie Malsch (Cello) und Ina-Mohn-Engel (Orgel) machen die Musik. Hier können Sie das Interview, die Predigt und alle anderen Texte des Gottesdienstes nachlesen.

19. August, 12. nach Trinitatis, 17 Uhr

Der Hauptmann von Kapernaum (Mt 8, 5–13) oder wie Missverständnisse produktiv werden können. Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann; Gast: Jana Huster (Autorin des Buches „Flüchtige Begegnungen“ über Deutschlandbilder von Flüchtlingen); Musik: Steffi Kilic, Stefan Jähnert und Michael Müller (Kabarett Wirsing) mit Liedern von Gerhard Gundermann und Christiane Weber.

Welten treffen aufeinander, Fremde Welten. Die römische Hierarchie. Ein Offizier und Herrscher im fremden Land. Auf der anderen Seite ein wandernder Prophet und Gottessohn, vor dem die Dämonen fliehen und die eigenen Religionsgenossen manchmal auch. Ein Mann, der Gott fremd macht in der Welt. Er wohnt nicht auf der Tempelburg, sondern auf den staubigen Straßen, würde er sagen. Ein Oppositioneller, aber mit Zugang zur Synagoge der Stadt Kapernaum, wo er predigt. Warum entsteht eine Sympathie zwischen den beiden? Warum mag Jesus diesen Ahnungslosen? Warum verstehen sie sich, obwohl sie von komplett verschiedenen Dingen reden und auch noch auf verschiedene Weise? Warum stellt Jesus seinen Leuten diesen Hauptmann als Beispiel vor Augen? Warum sprechen Christen bei jedem Abendmahl die Worte, mit denen dieser Offizier Jesus begrüßte?

Das alles erfahren Sie bei unserer nächsten Sommerkirche zum Thema "Der Hauptmann von Kapernaum oder wie Missverständnisse produktiv werden können". Als Gast haben wir Jana Huster gewonnen, die kleine satirischen Geschichten von Missverständnissen mit Gerschen Syrern liest. Den musikalischen Akzent setzt das Kabarett Wirsing. Da der Hauptmann ein Römer war, gibt es hinterher italienisches Essen.

2. September, 14. nach Trinitatis, 17 Uhr

Esra und Nehemia oder wie Fremde im eigenen Land. Liturgie und Predigt: KRin Charlotte Weber, Ökumene-Referentin der EKM und Stephen Gill, ein ökumenischer Gast aus Pakistan; Musik: Marion Franke/Ina Mohn-Engel (Flöten/Orgel).

Der brave Flüchtling integriert sich. So lesen wir es in der Zeitung, sehen wir es in der Tagesschau und hören es auf den Marktplätzen unserer Kultur. Das Volk Israel hat nie daran gedacht, sich zu integrieren. Als das ganze Volk nach Babylon verschleppt wurde, gabes einen ungeheuren Integrationsdruck, und statt zu vergessen und sich anzugleichen, entwickelte Israel eine Differenzkultur und begann alles aufzuschreiben, was sie über Ihren Gott wussten. Dann kamen sie zurück in die Heimat und in das Land der Verheißung. Die biblischen Bücher Esra und Nehemia schildern diesen Vorgang. Die Tempelgeräte werden wiedergefunden, der Kult wird wieder eingerichtet. Israel ist zurück im eigenen Land. Begeisterung, aber auch die Feststellung: "Wir sind nicht allein!"

Wie ist es, fremd im eigenen Land zu sein? Und was macht man dann? Diesen Fragen geht die Kirchenrätin Charlotte Weber nach. Natürlich wirft sie Seitenblicke ins Heute. Sie leitet das Ökumene-Referat im Erfurter Landeskirchenamt und wird einen ökumenischen Gast mitbringen. Er heißt Stephen Gill und kommt aus Pakistan. Er ist Katholik und gehört damit in seinem Heimatland einer wenig angesehenen Minderheit an. Er wundert sich, dass im Christlichen Abendland die Christen auch nur eine Minderheit sind. Sein Vater ist Koch, besucht ihn gerade und wird uns ein paar kulinarische Proben seines Könnens servieren. Marion Franke (Flöten) und Ina-Mohn-Engel (Orgel) machen die Musik. Sie sollten auch kommen! Alle Gottesdiensttexte (incl. Predigt) finden Sie hier.

16. September, 16. nach Trinitatis, 17 Uhr

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge (Eph 2, 19) oder wie der Glaube Fremdheit überwindet; Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann;,Gast: Reisepfarrer Gernot Friedrich (Autor des Buches „In der Gemeinde weltweit zu Hause“). Musik: Gesangsquartett des Goethe-Gymnasiums/Ina Mohn Engel.

„In der Gemeinde weltweit zu Hause“. So hat Gernot Friedrich sein Buch genannt. Er trägt den Ehrentitel 'Reisepfarrer' und ist seit Jahrzehnten den Sommer über in der ganzen Welt unterwegs. Viele Jahre durchkreuzte er mit dem Fahrrad die Sowjetunion. Sein Geheimnis: Er hat überall in der Welt Orte, die ihm vertraut sind und die ihn gerne aufnehmen: Die christlichen Gemeinden. Pfarrer Friedrich ist der Gast unserer neunten Sommerkirche. Sie trägt das Motto: "So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen (Eph 2, 19). Oder wie der Glaube Fremdheit überwindet. Die Christenheit als Welt umspannendes Netz wird Thema dieses Gottesdienstes sein, aber auch die eigenartige Dialektik, dass wir Christen in der Welt fremd sind - "Wir haben hier keine bleibende Stadt", sagt der Hebräerbrief -, aber mit Gott vertraut. Die Musik machen diesmal das Gesangsquartett des Goethe-Gymnasiums und Ina Mohn Engel (Orgel). Und nach dem Gottesdienst gibt es usbekischen Plow vom großen Sergej aus der Kleinen Kirchstraße.

30. September, 18. nach Trinitatis, 17 Uhr, Abschluss der Sommerkirche mit dem Erntedankfest

Wo du hingehst, da will ich auch hingehen (Ruth 1, 16) oder wie Liebe Fremdheit in Kauf nimmt und reich belohnt wird. Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann; Gast: Ein Migrant aus Liebesgründen; Musik: Chor der Gemeinde Untermhaus/Ina Mohn-Engel.

Die schrecklichste Entscheidungssituation des biblischen Buches Ruth liegt lange vor der Geschichte, die wir alle kennen. Kurz bevor Ruth sagt: "Wo du hingehst, da will ich auch hingehen!", haben die beiden Mädchen mit sích gerungen. Mit der Schwiegermutter, die sie offenbar herzlich liebhaben, mit in die Fremde gehen oder zurück in die Heimat, wo sie keine Familie mehr haben. So oder so ist es hart. Deswegen gehen die beiden Frauen auf William Blakes Bild beide so gebeugt. Ruth geht dann mit in die Fremde. Eine realistische Chance, ein einigermaßen gutes Leben zu leben, hat sie nicht mehr. Selbst die Schwiegermutter Naomi wieß nicht, ob sie noch einmal Boden und Ehre findet. Doch beim herbstlichen Ährenlesen geht dann alles gut aus.

Wir feiern am Sonnntag das Erntedankfest in Thieschitz, und alle, die zur Sommerkirche kommen, sind herzlich aufgefordert, Erntegaben mitzubringen, damit wir den Altar vor dem Gottesdienst schön schmücken können. Der Kirchenchor der Untermhäuser Gemeinde wird singen, und wir haben einen Gast. Einen Migranten aus Liebesgründen, der einer deutsche Frau nachreiste, die er in Kairo kennenlernte. So kam er aus Liebe nachDeutschland, aber die Frau, die er liebte, war verheiratet und für ihn unerreichbar. Für Osama ben Shahem ging die Geschichte böse aus. Wie es für Orpa in Moabit wurde, wissen wir auch nicht. Aber Ruth wurde die Großmutter des großen Königs David. Was gibt uns Mut, es mit der Fremdheit aufzunehmen, und was passiert, wenn es nicht gut ausgeht? Wofür danken wir dieses Jahr?

Ein Projekt der Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Gera-Untermhaus, gefördert aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschennfeindlichkeit“ sowie dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit – „Förderung der lokalen Partnerschaft für Demokratie“ in der Stadt Gera.



Das Handeln Gottes im ersten Buch der Bibel erfüllt eine ganze Reihe von Straftatbeständen. Und auch viele Väter und Mütter des Glaubens sind nach heutigen Maßstäben Kriminelle. Woran liegt das? Haben sich unsere Rechtsauffassungen so gewandelt? Oder liegt das Handeln Gottes und auch der großen Glaubenshelden immer außerhalb menschlicher Maßstäbe?

Wir laden im Rahmen unserer Sommerkirche zu einer vergnüglichen und geistlich anregenden Reise durch die Kriminalgeschichte der Bibel ein. Die Geraer Autorin Jana Huster hat Straftaten der Bibel ausgewählt und beschreibt sie mit Verwunderung, meist humoristisch, manchmal auch mit einer gewissen Empörung. Sodann wird versucht, hinter den Norm- und Regelbrüchen einen geistlichen Sinn zu finden. Voraussichtlich wird das gelingen.

Seien Sie willkommen zu unseren sommerlichen Gottesdiensten. Sie hören ausgesuchte Musik. Anschließend steht ein kleiner Imbiss bereit. Wir wünschen uns dabei Gespräche über die Themen des Gottesdienstes, das Recht, den Rechtsstaat und Demokratiekonzepte. Und noch ein Angebot für die Hinreise: Wie in den letzten Jahren starten wir um 16 Uhr am Portal der Marienkirche und radeln an der Elster entlang nach Thieschitz.

Hier finden Sie unser Programm-Faltblatt.

Sonntag, 11. Juni 2017, am Sonntag Trinitatis um 15 Uhr – mit anschließendem Sommerfest

„Und er setzte ihn in einen Garten“ – Aussetzung und Betäubungsmittel im Paradies, Tatbestandsbetrachtung von Jana Huster (Autorin und Rechtsfachwirtin), Gottesverteidigung von Dr. Frank Hiddemann (Pfarrer), Gesetzeslesungen durch ein Mitglied des Vereins Rechtspflege Kunst und Kultur e.V., Musik von Ina Mohn-Engel (Orgel) und dem Chor der Kirchgemeinde St. Marien (Gera-Untermhaus) unter der Leitung von Stefanie Malsch

Sonntag, 25. Juni 2017, am 2. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr

Die Arche Noah – Herbeiführen einer Überschwemmung, Gefährlicher Eingriff in den Schiffsverkehr und vieles mehr, Tatbestandsbetrachtung von Jana Huster (Autorin und Rechtsfachwirtin), Gottesverteidigung von Dr. Frank Hiddemann (Pfarrer), Gesetzeslesungen durch ein Mitglied des Vereins Rechtspflege Kunst und Kultur e.V., Musik von Ina Mohn-Engel (Orgel) und Stefanie Malsch (Violoncello)

Sonntag, 9. Juli 2017, am 4. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr

Joseph flieht vor Potiphars Weib – Üble Nachrede, Verleumdung, Falsche Verdächtigung, Tatbestandsbetrachtung von Jana Huster (Autorin und Rechtsfachwirtin), geistliches Plädoyer von Dr. Frank Hiddemann (Pfarrer), Gesetzeslesungen durch ein Mitglied des Vereins Rechtspflege Kunst und Kultur e.V., Musik von Karla Hupfer (Orgel) und Steffi Kilic (Gesang). Über diese Veranstaltung berichteten auch Antenne Thüringen und die Landeswelle. Hier können Sie den Beitrag von Andrea Terstappen hören!

Sonntag, 23. Juli 2017, am 6. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr

Sodom und Gomorrha und das traurige Los der Frau Lot – Strafrechtliche Bewertung des Erstarrens zur Salzsäule, Tatbestandsbetrachtung von Jana Huster (Autorin und Rechtsfachwirtin), geistliches Plädoyer von Dr. Frank Hiddemann (Pfarrer), Gesetzeslesungen durch ein Mitglied des Vereins Rechtspflege Kunst und Kultur e.V., Musik von Clarissa Thiem (Gesang) und Friederike Merkel (Blockflöte)

Sonntag, 6. August 2017, am 8. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr

Jakob, Lea und Rahel – Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt? Tatbestandsbetrachtung von Jana Huster (Autorin und Rechtsfachwirtin), Gottesverteidigung und geistliches Plädoyer von Dr. Frank Hiddemann (Pfarrer), Gesetzeslesungen durch ein Mitglied des Vereins Rechtspflege Kunst und Kultur e.V., Musik von Ina Mohn-Engel (Orgel) und Marion Franke (Blockflöten)

Sonntag, 20. August 2017, am 10. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr

Kain & Abel – Mord oder Totschlag? Tatbestandsbetrachtung von Jana Huster (Autorin und Rechtsfachwirtin), geistliches Urteil von Dr. Friedrich Franke (Richter und Lektor), Gesetzeslesungen durch ein Mitglied des Vereins Rechtspflege Kunst und Kultur e.V., Musik von Ina Mohn-Engel (Orgel) und Albrecht Pinquart (Oboe)

Sonntag, 3. September 2017, am 12. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr

Was ist das Gesetz? Rechtsphilosophische Betrachtung von Martin Giebel (Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht, Jena), Lesung aus Thomas Manns gleichnamiger Erzählung durch Jana Huster (Autorin und Rechtsfachwirtin), Biblische Hintergründe von Dr. Frank Hiddemann (Pfarrer), Musik von Ina Mohn-Engel (Orgel) mit Annegret und Andreas Knoop (Violine/Querflöte), Diskussion über Religion, Recht und Gesellschaft

Sonntag, 17. September 2017, am 14. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr

Abrahams Versuchung – Anstiftung zum Totschlag, Bedrohung, Nötigung und Co, Tatbestandsbetrachtung von Jana Huster (Autorin und Rechtsfachwirtin), Gottesverteidigung von Dr. Frank Hiddemann (Pfarrer), Gesetzeslesungen durch ein Mitglied des Vereins Rechtspflege Kunst und Kultur e.V., Musik von Ina Mohn-Engel (Orgel) und Lea Hausigk (Klarinette), Antenne Thüringen brachte am Morgen dieses Sonntages einen Beitrag über unseren Gottesdienst.

Sonntag, 1. Oktober 2017, am Erntedanktag, 17 Uhr

Lot und seine Töchter – Vollrausch und Beischlaf zwischen Verwandten, Tatbestandsbetrachtung von Jana Huster (Autorin und Rechtsfachwirtin), geistliches Plädoyer von Dr. Frank Hiddemann (Pfarrer), Gesetzeslesungen durch ein Mitglied des Vereins Rechtspflege Kunst und Kultur e.V., Musik von Ina Mohn-Engel (Orgel) und Dorothea Franke und Partnerinnen (Gesang). Antenne Thüringen kündigte unseren Gottesdienst an.

Sonntag, 15. Oktober 2017, am 18. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr

Josephs Verkauf nach Ägypten – Menschenhandel & Sklaverei, Tatbestandsbetrachtung von Jana Huster (Autorin und Rechtsfachwirtin), geistliches Plädoyer von Dr. Frank Hiddemann (Pfarrer), Gesetzeslesungen durch ein Mitglied des Vereins Rechtspflege Kunst und Kultur e.V., Musik von Ina Mohn-Engel (Orgel) und Sina Jander (Mandoline/Gitarre)

Die Hauptpersonen der Bibel sind fast alle Außenseiter. Die Prophetinnen, die großen Liebenden und die Gottesmänner passen nicht so richtig in die Gesellschaft. Schon damals im Alten Orient nicht. Sie tun, was Gott will und driften dadurch an den Rand der Kultur. Woran liegt das? Passen Gott und die Welt nicht zusammen? Und wenn ja, warum nicht?

Im heißen Sommer in der kühlen Kirche in Thieschitz werden dieses Jahr Gottesdienste zu den Außenseitern der Bibel stattfinden. Lesungen und Gebete, Musik und theologisch-psychologische Kommentare werden Jesus, Hiob, Judas, Maria von Magdala, Kain, Ismael und einige andere vorstellen und ein Stück begleiten.In jedem Gottesdienst bekommt die Orgel ein Instrument an die Seite gestellt, dass mit ihr zusammen spielt und klingt: Cello, Klarinette, Blockflöten, Mandoline und Gitarren. Und jedes Mal wird dieses Instrument auch allein erklingen. Solo.

Die Reihe beginnt am Sonntag Trinitatis, dem 22. Mai mit unserem Sommerfest und schließt mit dem Erntedankfest am 2. Oktober 2016. Dazwischen rücken wir alle zwei Wochen einen Außenseiter in unsere Mitte. Wer mit dem Fahrrad nach Thieschitz hinausfahren will: Eine Stunde vorher treffen wir uns an der Pforte von St. Marien in Untermhaus und radeln gemeinsam an der Elster entlang zur Thieschitzer Kirche.

Hier können Sie das Programm-Faltblatt der Sommerkirche aufklappen und herunterladen: FLYER Außenseiter der Bibel. Die Radiosender Landeswelle und Antenne Thüringen stellten unser Projekt vor. Hier können Sie sich den Beitrag anhören.

22. Mai 2016, 15 Uhr, Eröffnung mit Sommerfest I. Der Außenseiter, der zur Mitte der Welt wurde: JESUS, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

5. Juni 2016, 17 Uhr, II. Der Mann, der Jesus verriet und sich aufhängte: JUDAS, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

26. Juni 2016, 17 Uhr III. Die Frau, die Jesus liebte: MARIA VON MAGDALA, Oberpfarrer Michael Kleim

10. Juli 2016, 17 Uhr, IV. Die schlichte Magd, die Gott gebar: MARIA, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

24. Juli 2016, 17 Uhr, V. Der Brudermörder, den Gott schützte: KAIN, Gehörlosenseelsorger Pfarrer Andreas Konrath

7. August 2016, 17 Uhr VI. Der Prophet, der in den Block gelegt wurde: JEREMIA, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

21. August 2016, 17 Uhr, VII. Der Hautkranke, der gegen Gott vorging: HIOB, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

4. September 2016, 17 Uhr, VIII. Der Junge, den Gott sah und der in der Wüste nicht starb: ISMAEL, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

18. Septmber 2016, 17 Uhr, IX. Der Choleriker, der Menschen gewinnen wollte und einige wichtige Dinge über Gott herausfand: PAULUS, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

2. Oktober 2016, 17 Uhr X. Die Wirtschaftsemigrantin, die ihre Mutter nicht alleine ließ: RUTH mit Erntedankfest, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann


Die Bibel ist voller Liebe. Und nicht nur voller Gottesliebe. Paare lieben sich und hassen sich, heimlich im Zelt und vor aller Augen. Berühmte Liebende aus der Bibel bevölkern die Kunstgeschichte und die Lieder vieler Jahrhunderte.

Im heißen Sommer in der kühlen Kirche in Thieschitz werden dieses Jahr Gottesdienste zu biblischen Paaren stattfinden. Lesungen und Gebete,Musik und theologisch-psychologische Kommentare werden Jakob und Rahel, Simson und Delila, aber auch David und Jonathan oder Judith und Holofernes vorstellen und ein Stück begleiten.

In jedem Gottesdienst bekommt die Orgel ein Instrument an die Seite gestellt, dass mit ihr zusammen spielt und klingt: Klarinette, Mandoline, Geige und sogar das Akkordeon. Die Reihe beginnt am Sonntag Trinitatis, dem 31. Mai 2015 mit unserem Sommerfest und schließt mit dem Erntedankfest. Dazwischen kommt alle zwei Wochen ein Paar der Bibel. Und wer mit dem Fahrrad nach Thieschitz hinausfahren will: Eine Stunde vorher treffen wir uns vor St. Marien in Untermhaus und radeln gemeinsam an der Elster entlang.

I: Jakob und Rahel am Sonntag, 31.Mai 2015, Trinitatis um 15 Uhr - mit anschließendem Sommerfest, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann;

II: Judith und Holofernes am Sonntag, 14.Juni 2015, 2. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann;

III: David und Batseba am Sonntag, 28.Juni 2015, 4. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr, Andreas Konrath, Gehörlosenseelsorger der EKM;

IV: Simson und Delila am Sonntag, 12. Juli 2015, 6. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann;

V: Ruth und Boas am Sonntag, 26. Juli 2015, 8. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr, , Pfarrer Dr. Frank Hiddemann;

VI: Salomon und die Königin von Saba am Sonntag, 9. August 2015, 10. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr, Pfarrer Mathias Hock;

VII: David und Jonathan am Sonntag, 23. August 2015, 12. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann;

VIII: Sulamith und ihr Geliebter am Sonntag, 6. September 2015, 14. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr, Pfarrer Michael Kleim & Jeanette Schulze;

IX: Mose und Zippora am Sonntag, 20.September 2015, 16. Sonntag nach Trinitatis, 17 Uhr, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann;

X: Abraham und Sara am Sonntag, 4. Oktober 2015, Erntedankfest um 17 Uhr, Pfarrer Dr. Frank Hiddemann.

Idee, Konzept und Organisation: Dr. Frank Hiddemann und Stefan Pein,

Muskalische Leitung: Ina Mohn-Engel,

Fotos: Dr. Ludwig Senf,

Gestaltung: Christoph Beer.

Hier finden Sie das Programm-Faltblatt.


Kirchenfest in Thieschitz

Das Kirchenfest mit musikalischem Gottesdienst am 17.Mai 2014 fand eine überraschend gute Resonanz. 45 Gemeindemitglieder trafen sich bei trockenem Wetter, Kaffee und Kuchen zu angenehmen Gesprächen, vor allem natürlich über das Baugrundgutachten und die daraus folgenden Maßnahmen zur Sicherung der Thieschitzer Kirche. Posaunenchorbläser aus Stadtroda und Gera (Ltg. Ronald Schuch) und Bettina Formella mit Schülerinnen und Schülern der Musikschule erfreuten mit schöner Musik. Die Kinder hatten viel Spaß beim Basteln mit Frau Korn.
Herr Dr. Senf stellt interessante Mineralien und Fossilien aus. Ein Quiz zur Geschichte der Kirche und der Ortsteile Milbitz, Thieschitz und Rubitz von Frau Pastorin Doering vermittelte Wissen und rundete das gelungene Kirchenfest ab.

Das große Interesse an diesem Tag hat gezeigt, dass ihnen die Thieschitzer Kirche wichtig ist und wir mit unserem Vorhaben, sie wieder mit Leben zu füllen, auf dem richtigen Weg sind.

Vielen Dank an dieser Stelle allen Helfern und Spendern!

Stefan Pein