• Sommerkirche IV: Der Koloss mit den tönernen Füßen

    Der Kopf aus Gold, die Brust aus Silber, die Lenden Bronze und die Füße aus einer Mischung von Ton und Eisen, was dem Standbild eine gewisse Fragilität verleiht. Der Kopf ist die Gegenwart, erklärt der Prophet Daniel dem König Nebukadnezar, und alles was dann kommt, ist eine Stufe schlechter, bis zum Schluss ein Gemisch dem Gebilde schwachen Stand verleiht, das sich nicht verbindet und deshalb bald zerstört werden kann von einem Stein, der vom Himmel kommt. Ist die Mischung von


  • Sommerkirche “Visionen der Bibel” II: Der Tierfriede

      Der Quäker-Prediger Edward Hicks konnte auch malen. Der Tierfiriede (Jes 11, 6-8) war sein Lieblingsmotiv. Er stellte die Vision des Propheten Jesaja neben einen Friedensschluss der Amerikaner mit den Naturvölkern. Ein Stück politischer Theologie aus dem 19. Jahrhundert.   In unserer zweiten Sommerkirche steht der Tierfriede im Mittelpunkt. Die Kunstgeschichtlerin Dr. Cornelie Becker-Lamers aus Weimar stellt uns Hicks’ Bild vor, Ich predige über den Prophetentext mit seinen nicht unbeträchtlichen Härten gegen den Löwen. Die Utopie erwartet nämlich, dass er


  • Sommerkirche “Visionen der Bibel” I: Die Taube

    Wie eine Taube, heißt es im Matthäusevangelium, senkt sich der Geist auf Jesus hinab. Unsere Sommerkirche zu den Visionen der Bibel beginnt mit diesem Bild. Was bedeutet das: Wie eine Taube? Ist es eine Flatterbewegung, so wie eine Taube eben fliegt? Oder ist tatsächlich eine Taube zu sehen? Oder senkt sich der Geist so mild und sachte auf Jesu Haupt, wie es eine Taube täte? Das Deckenmosaik im Battistero degli Ariani Ravenna zeigt die Taube eher wie einen Starfighter, und


  • Fremde der Bibel – Sommerkirche in Thieschitz 2018

    „Hündin!“ – So fährt Jesus die Fremde an. Es ist eine Frau aus Syrien. Sicher, er ist genervt. Seit gestern umringen ihn die Leute. Sie hören nicht auf das, was er sagt. Sie wollen ihn nur als Heilpraktiker. Sie lassen ihn nicht allein, obwohl er sich zurückziehen will. Da verliert auch er die Geduld. Sowieso ist Geduld nicht unbedingt seine Stärke. Aber dann antwortet die Syrophönizierin ihm schlagfertig. Er hält ein, lacht und dann beginnt ein Gespräch, und er öffnet


  • 30. September, 18. nach Trinitatis, 17 Uhr, Abschluss mit Erntedankfest

    Wo du hingehst, da will ich auch hingehen (Ruth 1, 16) oder wie Liebe Fremdheit in Kauf nimmt und reich belohnt wird. Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann; Gast: Ein Migrant aus Liebesgründen; Musik: Chor der Gemeinde Untermhaus/Ina Mohn-Engel. Die schrecklichste Entscheidungssituation des biblischen Buches Ruth liegt lange vor der Geschichte, die wir alle kennen. Kurz bevor Ruth sagt: “Wo du hingehst, da will ich auch hingehen!”, haben die beiden Mädchen mit sích gerungen. Mit der Schwiegermutter, die sie


  • 16. September, 16. nach Trinitatis, 17 Uhr

    So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge (Eph 2, 19) oder wie der Glaube Fremdheit überwindet; Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann;,Gast: Reisepfarrer Gernot Friedrich (Autor des Buches „In der Gemeinde weltweit zu Hause“). Musik: Gesangsquartett des Goethe-Gymnasiums/Ina Mohn Engel. „In der Gemeinde weltweit zu Hause“. So hat Gernot Friedrich sein Buch genannt. Er trägt den Ehrentitel ‘Reisepfarrer’ und ist seit Jahrzehnten den Sommer über in der ganzen Welt unterwegs. Viele Jahre durchkreuzte er mit dem Fahrrad


  • 2. September, 14. nach Trinitatis, 17 Uhr

    Esra und Nehemia oder wie Fremde im eigenen Land. Liturgie und Predigt: KRin Charlotte Weber, Ökumene-Referentin der EKM und Stephen Gill, ein ökumenischer Gast aus Pakistan; Musik: Marion Franke/Ina Mohn-Engel (Flöten/Orgel). Der brave Flüchtling integriert sich. So lesen wir es in der Zeitung, sehen wir es in der Tagesschau und hören es auf den Marktplätzen unserer Kultur. Das Volk Israel hat nie daran gedacht, sich zu integrieren. Als das ganze Volk nach Babylon verschleppt wurde, gabes einen ungeheuren Integrationsdruck, und


  • 19. August, 12. nach Trinitatis, 17 Uhr

    Der Hauptmann von Kapernaum (Mt 8, 5–13) oder wie Missverständnisse produktiv werden können. Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann; Gast: Jana Huster (Autorin des Buches „Flüchtige Begegnungen“ über Deutschlandbilder von Flüchtlingen); Musik: Steffi Kilic, Stefan Jähnert und Michael Müller (Kabarett Wirsing) mit Liedern von Gerhard Gundermann und Christiane Weber. Welten treffen aufeinander, Fremde Welten. Die römische Hierarchie. Ein Offizier und Herrscher im fremden Land. Auf der anderen Seite ein wandernder Prophet und Gottessohn, vor dem die Dämonen fliehen und


  • 5. August, 10. nach Trinitatis, 17 Uhr

    Simson und die fremden Frauen (Ri 31, 1- 14. 3) oder warum das Fremde anziehend und furchteinflößend zugleich ist Liturgie und Predigt: Lektor Dr. Friedrich Franke (Familienrichter aus Gera); Gast: Asante Vuai (Tansania); Musik: Stephanie Malsch/Ina Mohn- Engel (Violincello/Orgel). “Speise ging aus vom Fresser und Süßigkeit vom Starken.” (Richter 14, 14) – Dieses Rätsel stellt der jüdische Held Simson den Philistern, und sie können es nicht erraten. Allerdings überreden sie eine Frau, die er begehrt, ihnen die Lösung zu verschaffen.


  • 22. Juli, 8. nach Trinitatis, 17 Uhr

    Der barmherzige Samariter (Lk 10, 25-37) oder wie Menschen aus dem Süden uns manchmal verblüffen. Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann; Gäste: Simon Schmiedel (Leiter des ASB-Seniorenpflegeheims „Landgut Rubitz“) und ein Rettungssanitäter aus einem der Notarzteinsatzfahrzeuge des Arbeiter-Samariter-BundesMusik: Ahmad Mohamed spielt die kurdische Langhalslaute (Saz). 722 vor Christus nahmen die Assyrer die Stadt Samaria ein. Sie siedelten im ganzen Gebiet Samarien Fremdvölker an. Seitdem waren die sogenannten Samariter in Israel nicht gut angesehen. Zwar hatten sich die Fremdvölker gut


Sommerkirche 2018 – Fremde der Bibel

Sommerkirche 2017 – Straftaten der Bibel

Sommerkirche 2016 – Außenseiter der Bibel

Sommerkirche 2015 – Paare der Bibel