• Sommerkirche VI: Der weiße Reiter

    Christus mit einem Messer im Mund wie ein Pirat? Dieses Motiv wird sich auf einer weißen Torte befinden, die wir Ihnen am kommenden Sonntag als thematisches Mahl nach der sechsten Sommerkirche in Thieschitz servieren.Tatsächlich kommt Christus als weißer Reiter im letzten Buch der Bibel vor. Aus seinem Mund ragt ein Schwert und ihm folgen die Heere des Himmels auf weißen Pferden, angetan mit weißer, reiner Seide. Was für ein Christusbild! Ganz anders als der sanfte Typ mit ausgebreiteten Händen. Warum


  • Sommerkirche V: Der Leuchter mit den zwei Ölbäumen (Sach 4, 1-7)

    Ganz zart berührt der Engel mit zeigender Geste den Propheten. Er trifft nicht einmal diesen selbst, sondern berührt nur – fast – seine Kopfhülle. Oder ist es ein Heiligenschein? Daraufhin beginnt der Prophet selbst zu zeigen. Er zeigt, was er jetzt sehen kann: Sieben Öllampen mit sieben Schnauzen, auf denen Lichter tanzen und daneben – so wie weitere Lichter – zwei Ölbäume. Was soll das bedeuten? Dieses seltsame Ballett von Zeigegesten und dann der vegetabile Leuchter?   Das erfahren Sie


  • Sommerkirche IV: Der Koloss mit den tönernen Füßen

    Der Kopf aus Gold, die Brust aus Silber, die Lenden Bronze und die Füße aus einer Mischung von Ton und Eisen, was dem Standbild eine gewisse Fragilität verleiht. Der Kopf ist die Gegenwart, erklärt der Prophet Daniel dem König Nebukadnezar, und alles was dann kommt, ist eine Stufe schlechter, bis zum Schluss ein Gemisch dem Gebilde schwachen Stand verleiht, das sich nicht verbindet und deshalb bald zerstört werden kann von einem Stein, der vom Himmel kommt. Ist die Mischung von


  • Sommerkirche “Visionen der Bibel” II: Der Tierfriede

      Der Quäker-Prediger Edward Hicks konnte auch malen. Der Tierfiriede (Jes 11, 6-8) war sein Lieblingsmotiv. Er stellte die Vision des Propheten Jesaja neben einen Friedensschluss der Amerikaner mit den Naturvölkern. Ein Stück politischer Theologie aus dem 19. Jahrhundert.   In unserer zweiten Sommerkirche steht der Tierfriede im Mittelpunkt. Die Kunstgeschichtlerin Dr. Cornelie Becker-Lamers aus Weimar stellt uns Hicks’ Bild vor, Ich predige über den Prophetentext mit seinen nicht unbeträchtlichen Härten gegen den Löwen. Die Utopie erwartet nämlich, dass er


  • Sommerkirche “Visionen der Bibel” I: Die Taube

    Wie eine Taube, heißt es im Matthäusevangelium, senkt sich der Geist auf Jesus hinab. Unsere Sommerkirche zu den Visionen der Bibel beginnt mit diesem Bild. Was bedeutet das: Wie eine Taube? Ist es eine Flatterbewegung, so wie eine Taube eben fliegt? Oder ist tatsächlich eine Taube zu sehen? Oder senkt sich der Geist so mild und sachte auf Jesu Haupt, wie es eine Taube täte? Das Deckenmosaik im Battistero degli Ariani Ravenna zeigt die Taube eher wie einen Starfighter, und


  • Fremde der Bibel – Sommerkirche in Thieschitz 2018

    „Hündin!“ – So fährt Jesus die Fremde an. Es ist eine Frau aus Syrien. Sicher, er ist genervt. Seit gestern umringen ihn die Leute. Sie hören nicht auf das, was er sagt. Sie wollen ihn nur als Heilpraktiker. Sie lassen ihn nicht allein, obwohl er sich zurückziehen will. Da verliert auch er die Geduld. Sowieso ist Geduld nicht unbedingt seine Stärke. Aber dann antwortet die Syrophönizierin ihm schlagfertig. Er hält ein, lacht und dann beginnt ein Gespräch, und er öffnet


  • 30. September, 18. nach Trinitatis, 17 Uhr, Abschluss mit Erntedankfest

    Wo du hingehst, da will ich auch hingehen (Ruth 1, 16) oder wie Liebe Fremdheit in Kauf nimmt und reich belohnt wird. Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann; Gast: Ein Migrant aus Liebesgründen; Musik: Chor der Gemeinde Untermhaus/Ina Mohn-Engel. Die schrecklichste Entscheidungssituation des biblischen Buches Ruth liegt lange vor der Geschichte, die wir alle kennen. Kurz bevor Ruth sagt: “Wo du hingehst, da will ich auch hingehen!”, haben die beiden Mädchen mit sích gerungen. Mit der Schwiegermutter, die sie


  • 16. September, 16. nach Trinitatis, 17 Uhr

    So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge (Eph 2, 19) oder wie der Glaube Fremdheit überwindet; Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann;,Gast: Reisepfarrer Gernot Friedrich (Autor des Buches „In der Gemeinde weltweit zu Hause“). Musik: Gesangsquartett des Goethe-Gymnasiums/Ina Mohn Engel. „In der Gemeinde weltweit zu Hause“. So hat Gernot Friedrich sein Buch genannt. Er trägt den Ehrentitel ‘Reisepfarrer’ und ist seit Jahrzehnten den Sommer über in der ganzen Welt unterwegs. Viele Jahre durchkreuzte er mit dem Fahrrad


  • 2. September, 14. nach Trinitatis, 17 Uhr

    Esra und Nehemia oder wie Fremde im eigenen Land. Liturgie und Predigt: KRin Charlotte Weber, Ökumene-Referentin der EKM und Stephen Gill, ein ökumenischer Gast aus Pakistan; Musik: Marion Franke/Ina Mohn-Engel (Flöten/Orgel). Der brave Flüchtling integriert sich. So lesen wir es in der Zeitung, sehen wir es in der Tagesschau und hören es auf den Marktplätzen unserer Kultur. Das Volk Israel hat nie daran gedacht, sich zu integrieren. Als das ganze Volk nach Babylon verschleppt wurde, gabes einen ungeheuren Integrationsdruck, und


  • 19. August, 12. nach Trinitatis, 17 Uhr

    Der Hauptmann von Kapernaum (Mt 8, 5–13) oder wie Missverständnisse produktiv werden können. Liturgie und Predigt: Pfarrer Dr. Frank Hiddemann; Gast: Jana Huster (Autorin des Buches „Flüchtige Begegnungen“ über Deutschlandbilder von Flüchtlingen); Musik: Steffi Kilic, Stefan Jähnert und Michael Müller (Kabarett Wirsing) mit Liedern von Gerhard Gundermann und Christiane Weber. Welten treffen aufeinander, Fremde Welten. Die römische Hierarchie. Ein Offizier und Herrscher im fremden Land. Auf der anderen Seite ein wandernder Prophet und Gottessohn, vor dem die Dämonen fliehen und


Sommerkirche 2018 – Fremde der Bibel

Sommerkirche 2017 – Straftaten der Bibel

Sommerkirche 2016 – Außenseiter der Bibel

Sommerkirche 2015 – Paare der Bibel