• Konfirmation 2019

    Hier ist meine Predigt am Pfingstsonntag zur Konfirmation (9. Juni 2019) in St. Marien, Gera-Untermhaus.   Gnade und Friede von dem, der da war und der ist und der kommt, sei mit euch allen! Liebe Gemeinde, Wieviel Abschied liegt eigentlich in so einer Konfirmation? Ich komme auf die Frage, weil unser Predigttext, das Evanglium des Pfingstsonntags, eine Abschiedsrede ist. Jesus nimmt Abschied, ein paar Tage später wird er ans Kreuz


  • Predigt am Sonntag Exaudi

    Jesus spricht hier vom „Inneren“ des Menschen mit einem Wort, das zu der Volks- und Festkultur, zum Erntedank, zum Fruchtbarkeitsfest passt, in der er gerade auftritt. Er schaut dem Volk aufs Maul, wie Luther sagen würde. Wer zu ihm kommt, wird nicht Wasser schöpfen, sondern selbst eine Quelle sein, eine Quelle, die nicht nur zart und freundlich sprudelt, sondern aus der das Wasser hervor schießt. So wie der Stein sich


  • Predigt am Sonntag Sexagesimae im Lutherhaus, Gera-Untermhaus.

    Was hier erzählt wird, ist ein entscheidender Schritt. Der Übertritt des jungen Christentums nach Europa. Der erste Mensch, der in Europa Christ wird. Es ist eine Frau, wie ja auch Maria Magadalena die erste Apostelin war. Die erste Gemeinde in Europa, eine Hausgemeinde bei der Purpurkrämerin Lydia. Historisch gesehen ein großer Moment, erzählerisch ein ganz schönes Durcheinander. Phrygien, Galatien, Mysien, Troas – alles Fehlschläge, Predigt, die nicht gesegnet ist, keine


  • Predigt am 1. Weihnachtstag in St. Marien, in St. Marien, Gera -Untermhaus.

    Der Zauber der Weihnacht ist dieses Staunen. Das Kind in der Krippe, vor dem sich die Weisheit verbeugt. Aus dem, was wir schon immer geahnt haben, wird ein Leben, praktisch und klar, verzweigt und vielfältig. Aus dem Lied wird die Geschichte, von einem Menschen, der über die Erde ging. Und über diesem Leben, dass wir ein Leben lang ansehen, in dem wir unser Leben lang unterwegs sind, werden wir selbst,


  • Predigt zu Jesaja 11, 1-9 in der Christvesper in St. Marien, Gera -Untermhaus.

    Wir hatten im Wald einen umgestürzten Baum gesehen. Und er war entsetzt, dass ein Baum auf der Erde liegen konnte. Dieser mächtige, in den Himmel ragende Turm konnte nicht auf der Erde liegen, fand mein Sohn. Meine Erklärungen liefen völlig ins Leere. Der ist wahrscheinlich gefällt worden. Den hat vielleicht der Sturm umgeweht. Der war vielleicht krank. Er schüttelte nur unwillig den Kopf. „Warum ist der um gefallen?“, wiederholte er


  • Predigt Heiligabend, in St. Marien, Gera -Untermhaus.

    Maria wusstest du, dass dein Söhnlein unsere Söhne und Töchter retten wird? Wusstest du, dass dein Söhnlein gekommen ist, um uns zu erneuern? Dass es uns erretten wird? Wusstest du, dass es in die Fußstapfen der Engel treten wird Und wenn du dein kleines Kind küsst, küsst du das Angesicht Gottes. Durch ihn werden die Blinden sehen, die Tauben hören und die Toten werden auferstehen. Die Lahmen werden springen, die


  • Predigt am 2. Advent in St. Marien, Gera Untermhaus.

    Ist das Reich Gottes eigentlich wie das Schlaraffenland? Sie erinnern sich: Zuerst muss man die Mühen des Grießbreiwalls durchstehen. Da muss man sich hindurch essen. Aber dann, wenn man auf der anderen Seite ist, da fliegen dann die gebratenen Hähnchen durch die Luft, und auf den Wiesen stehen Lutscher als Blumen. Die Menschen dort haben dicke Bäuche und liegen einfach nur herum. Sogar zum Sitzen fehlt ihnen die Energie. Aus


  • Predigt am 3. Sonntag nach Trinitatis in St. Marien, Gera-Untermhaus.

    „Entbilden“, nannte es Meister Eckart aus dem Erfurter Predigerkloster, alle Bilder verlieren, in denen ich Gott denke, mit denen ich von Gott spreche. Wer Gott kennen lernen will, muss alles hinter sich lassen, was er kennt. – Anders der rheinische Mystiker Joseph Beuys. „Die Mysterien finden im Hauptbahnhof statt“, schrieb er auf eine seiner Schiefertafeln, mit denen er seinen Kunst-Jüngern die Welt erklärte. Ein Satz ganz im Sinne des Paulus.